Medizinhistorisches Museum

der Universität Zürich

 
     
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Mikroskop und Ohr

Der Weg zur Mikrochirurgie

verlängert bis 12. Sept. 2010 !

4. Sept. Die lange Nacht der Zürcher Museen:

Kurzführungen durch die Sonderausstellung, Dauer 15 Minuten

um 20.00 h, 21.00 h 22.00 h, 23.00 h 24.00 h


Die moderne Ohrchirurgie begann 1951 mit der Erfindung des binokularen chirurgischen Mikroskops (OPMI 1) durch Hans Littmann von der Firma Carl Zeiss. Doch die chirurgische Behandlung von Ohrenleiden entwickelte sich seit dem Altertum übers Mittelalter bis in die Neuzeit. Besonders bedeutend war neben den zunehmenden anatomischen und pathologischen Kenntnissen die Entwicklung von chirurgischen Instrumenten sowie von Geräten, welche die Sicht ins Ohr verbesserten. Das OPMI 1-Mikroskop ermöglichte die Entwicklung neuer chirurgischer Techniken, die zur Mikrochirurgie des Ohres führten.

Die neue Sonderausstellung will aufzeigen, wie wichtig verschiedene Voraussetzungen für die chirurgische Entwicklung auch im Fach Ohrenheilkunde waren: so insbesondere geistiges Interesse, Handfertigkeit, technologischer Fortschritt und wirtschaftliche Unterstützung. Ohne die Verfügbarkeit eines geeigneten Operationsmikroskopes, die Zusammenarbeit mit der Industrie und die Grosszügigkeit der Gesundheitsbehörden und der Öffentlichkeit wäre die faszinierende chirurgische Eroberung der Schädelbasis – etwa am Universitätsspital Zürich – unmöglich gewesen.

Als ebenso nutzbringend erwies sich das enge Zusammenwirken zwischen den medizinischen Fachgebieten, speziell von Otologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie. Prof. Dr. Ugo Fisch (Zürich) und Dr. Albert Mudry (Lausanne) haben als Experten die Ausstellung mitgestaltet.

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